Freitag, 21. August 2015

Erneut dramatischer Vorfall in Mülheim (NRW)

Man hat mich gebeten, nun doch auch mal endlich ein kurzes Statement zum kürzlich geschehenen, dramatischen Vorfall in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) hier in meinem Blog abzugeben. Ihr glaubt ich spreche von dem Vorfall, bei dem kürzlich ein 26-jähriger Giftschlangenhalter von seiner Schwarzen Mamba beim Füttern in den Finger gebissen wurde? Weit gefehlt, denn warum sollte ich mich hier über einen unwichtigen häuslichen Unfall auslassen, bei dem nicht einmal Dritte in unmittelbarer Gefahr waren?

Die Rede ist von einem anderen Vorfall, der sich vor zwei Monaten ebenfalls in Mülheim an der Ruhr ereignete. Ein aggressiver Kangal (eine sehr großwüchsige und muskulöse Hunderasse) verletzte einen fremden Hundehalter, tötete dessen Yorkshire-Terrier und lief schließlich auch noch auf ein unschuldiges Kind zu. Erst in letzter Sekunde konnte die Polizei das potentiell tödliche Gefahrtier ausschalten: Mülheimer Polizei muss einen aggressiven Hund erschießen

Ich fordere den nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel als Reaktion auf diesen dramatischen Vorfall auf, den § 11 des Landeshundegesetzes (LHundG NRW) nun endlich mal dahingehend zu überarbeiten, dass sämtliche Hunderassen über 40 cm Schulterhöhe entsprechend dem § 4 LHundG nur noch gehalten werden dürfen, wenn ein öffentliches Interesse an der Haltung besteht ... oder alternativ endlich mal zu der Erkenntnis zu gelangen, dass das Gefahrtiergesetz NRW (wie auch schon das Landeshundegesetz) lediglich auf Sachkunde, Meldepflicht und Zuverlässigkeit beruhen sollte, nicht jedoch auf strikten Verboten versteckt hinter der Forderung eines öffentlichen Interesses!

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