Mittwoch, 1. April 2015

April, April: Private Futtertierzucht wird nicht verboten... oder?

Manch einer hat es bereits durchschaut, manch einer bis jetzt noch nicht, daher hier die Auflösung: Natürlich handelt es sich bei meinem heutigen Beitrag „Private Futtertierzucht in Niedersachsen vor dem Aus?“ um einen Aprilscherz! Wobei... über den darin geschilderten Gedanken, dass die private Futtertierzucht und –haltung in Niedersachsen verboten werden soll, kann man natürlich keinesfalls lachen. Und abwegig ist die Idee leider auch nicht. Mein Beitrag hat einen ernsten Hintergrund:

In einigen Tierrechtsforen findet man Beiträge über das angebliche Leid von wirbellosen Futtertieren in den Verkaufsanlagen der Zoofachgeschäfte. Die Idee, dass man Futtertiere verbieten sollte, würde aus Tierrechtssicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen (wobei das natürlich äußerst un-vegan wäre). Das von mir beschriebene Szenario mag zwar zum jetzigen Zeitpunkt undenkbar sein, weil es diesbezüglich auch schon Gesetze und Gerichtsurteile gibt, die beispielsweise ein Aussetzen von Futtertieren verbieten, die Haltung im Mietrecht einschränken oder den Halter für Schäden z.B. in der Gastronomie haftbar machen. Verbote werden jedoch trotzdem in Tierrechtskreisen diskutiert, auch mit der Begründung, dass z.B. Schabenplagen ganze Häuser unbewohnbar machen könnten.

Mein Beitrag soll also nicht als Steilvorlage für die Exotenhaltungsgegner verstanden werden, sondern die Kreise innerhalb der Terraristik dahingehend aufrütteln, dass momentan nicht nur an einem Ende bei der Gefahrtierhaltung gesägt wird, was so manchem „Otto Normalbartagamenhalter“ egal zu sein scheint, sondern dass wir alle ganz schnell unser Hobby verlieren können, wenn die obskuren Pläne der Tierhaltungsgegner auf politischer Ebene allesamt so umgesetzt werden würden.

Alle Terrarianer (egal ob Gefahrtierhalter oder nicht) sollten daher am selben Strang ziehen, damit solche gesetzlichen Regelungen nicht umgesetzt werden. Momentan steht eine „Vorratsschutzverordnung“ zwar nicht auf der politischen Agenda, die Tierrechtslobby hat solche Pläne aber leider nicht erst seit meinem heutigen „Aprilscherz“ im Kopf. Erlaubt man ihnen die ersten, auf falschen Zahlen und vorgeschobenen Emotionen basierenden Erfolge bei Wildtierimportverboten oder bei Einschränkungen der Gefahrtierhaltung (Themen, bei denen selbst Terrarianer gespaltener Meinung sind und sich von falschen Zahlen blenden lassen), können diese Clubs umso leichter einen noch größeren Schaden mit ihrer Ideologie anrichten, die dann weitere Kreise innerhalb der Terraristik ziehen würden.

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