Mittwoch, 18. Juni 2014

Deutscher Tierschutzbund e.V. über Exoten im Privathaushalt

Der Deutsche Tierschutzbund veröffentlichte im April 2012 seine Grundposition über die Haltung von sogenannten „Exoten“ in Privathaushalten. Das besagte Dokument kann hier eingesehen werden. Darin werden u.a. die folgenden Aussagen an den Leser weitergegeben, die einer Anmerkung oder gar Korrektur meinerseits bedürfen:

„Als Exoten werden im Allgemeinen Wildtiere und deren Nachzuchten definiert, die weder in Deutschland heimisch sind noch als domestiziert angesehen werden können.“

Hier macht der Deutsche Tierschutzbund eine interessante Einschränkung bei der Begriffsbestimmung für das Wort „Exot“. Dass unter Exoten Tierarten zu verstehen sind, die bei uns in Deutschland nicht heimisch sind, ist soweit korrekt. Dass jedoch exotische, aber domestizierte Tiere aus der Begriffsbestimmung ausgeklammert werden, zeigt schon in welche Richtung die Grundposition des Tierschutzbundes abzielt.

„In die Kategorie der domestizierten Tiere fallen zum Beispiel der Hund, die Hauskatze oder das Pferd. Auch Meerschweinchen und Kaninchen werden hier zugeordnet, wenngleich es von beiden Arten auch wildlebende Verwandte gibt.“

Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster erfüllen genau die Kriterien, die der Tierschutzbund für Exoten nennt. Warum wird hier ein Unterschied gemacht? Tiere wie z.B. Katzen oder Meerschweinchen, welche ebenfalls wissenschaftlich betrachtet als Exoten eingestuft werden müssen, sind vom Tierschutzbund bewusst ausgeklammert worden, weil die meisten Leute, an die sich der Tierschutzbund wendet und von denen er Spenden bezieht, genau diese „niedlichen Kuscheltiere“ hält. Man möchte ja die eigene Klientel nicht verschrecken, sondern sich lieber auf eine Randgruppe wie die Exotenhalter stürzen, gegenüben denen sehr viele Leute ohnehin ihre Xenophobie besser pflegen, als ihre eigenen, pelzigen Haustiere. Aber davor verschließt man gerne die Augen, solange man irgendeinen Freak mit seinen Spinnen und Schlangen als gemeinsames Feindbild aufbauen kann.

„Zu den Exoten gehören verschiedenste Säugetiere wildlebender Arten, aber auch bestimmte Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien. Ebenso fallen Insekten und Spinnentiere unter diese Definition.“

Alle Exotenhalter, die z.B. Flusskrebse, Garnelen, Krabben, Seesterne, Oktopusse, Anemonen, Quallen, Schwämme etc. pflegen, können also aufatmen. Diese Tiere fallen nicht unter das, was der Deutsche Tierschutzbund in seiner Grundposition als „Exot“ versteht.

„Exoten sind nicht an das Leben in der nächsten Umgebung des Menschen gewöhnt und häufig ebenso wenig an die hiesigen Umwelt- und Klimabedingungen.“

Unsere hiesigen Umwelt- und Klimabedingungen haben für die Haltung von Exoten grundsätzlich keine Relevanz, weil man den Tieren in den Terrarien artgerechte Lebensräume nachempfindet. Daher ist diese Anmerkung überflüssig.

„Selbst giftige Tiere dürfen in den meisten Bundesländern frei gehandelt werden.“

Dies stimmt so nicht. Gewerbliche Tierhändler müssen eine Prüfung nach § 11 Tierschutzgesetz bei einem Amtstierarzt ablegen. Von einem freien und damit unkontrollierten Handel mit giftigen Tieren kann demnach keine Rede sein. Und was fällt unter die Definition des Tierschutzbundes „giftige Tiere“? Bienen sind ebenfalls giftig. Hier wird bei den Lesern des Dokumentes Angst vor dem Wort „Gift“ geschürt. Dabei verkauft jeder Supermarkt mit Tomaten, Paprikas und Kartoffeln die Früchte bzw. Knollen von Giftpflanzen! Warum gehen keine veganen Tierschützer auf die Barrikaden, dass diese Teile von Giftpflanzen bundesweit frei für die Ernährung gehandelt werden dürfen? Den Giftbegriff für die Verstärkung von Ängsten auf so plumpe Weise zu verwenden, ist einfach nicht seriös. Eine nähere Definition, was der Tierschutzbund unter giftigen Tieren versteht, wäre hilfreich gewesen.

„Die mit der Tierhaltung verbundenen Folgekosten (Futter, Strom, Wasser, Gehege, Technik etc.) werden vom Laien vor der Kaufentscheidung oft nicht einkalkuliert.“

Zur Beseitigung dieser Missstände wäre z.B. Aufklärung durch geschultes Fachpersonal in Zoofachgeschäften sachdienlich. Es ist jedoch kein Argument, um allen Exotenhaltern ihre Fachkenntnis abzusprechen oder die Haltung von Exoten grundsätzlich zu kritisieren. Denn die genannte Aussage lässt sich auf jedes andere Haustier übertragen und ist kein ausschließliches Phänomen bei der Exotenhaltung.

„So werden griechische Landschildkröten bis zu 100 Jahre […] alt, während eine Königspython ein Alter von über 40 Jahren, ein grüner Leguan oder ein Chinchilla von bis zu 20 Jahren erreichen.“


„Python“ in der weiblichen Form zu verwenden, zeugt schon mal von mangelnder Sachkenntnis. Viel kritischer sehe ich jedoch die beim Königspython angegebene Lebenserwartung. Ein Alter von über 35 Jahren wird nur bei sehr guter Pflege unter artgerechten Bedingungen erreicht. Daher widerspricht sich der Deutsche Tierschutzbund selbst, wenn er einerseits sagt, dass Laien diese Tiere oftmals nicht artgerecht pflegen, jedoch mit einem hohen Alter der Pfleglinge zu rechnen haben.

„Eine Vergesellschaftung verschiedener Tierarten ist abzulehnen. Zum einen ersetzen artfremde Tiere nicht den Artgenossen, zum anderen können sie Krankheiten übertragen.“

Eine Vergesellschaftung verschiedener Tierarten ist grundsätzlich nicht abzulehnen, solange dadurch den Tieren keine Einschränkungen des sozialen Verhaltens zugemutet werden und die im Terrarium herrschenden Bedingungen für die vergesellschafteten Arten artgerecht sind. Die Gefahr von Krankheitsübertragungen bei z.B. verschiedenen Echsenarten untereinander ist bei eingehaltener Quarantäne inkl. Kotprobenuntersuchung nicht größer, als bei der Vergesellschaftung von Tieren derselben Art. Die Aussage „Schildkröten beispielsweise können Träger von Amöben sein, die bei einer Vergesellschaftung für Echsen oder Schlangen tödlich sein können.“ wird hingegen von mir unterstützt.

„Exoten kommen, wie es schon der Name besagt, nicht aus hiesigen Gefilden und sind deswegen nicht an unser heimisches Nahrungsspektrum gewöhnt.“

Nahrung ist wissenschaftlich gesehen nur eine Ansammlung von Chemikalien, die der Körper zum Leben benötigt. Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist somit nicht auf bestimmte spezielle Futtermittel zu reduzieren, sondern auf die darüber dem Tier zugeführten Inhaltsstoffe. Alternativnahrung aus unseren Gefilden, welche vom jeweiligen Tier angenommen und verdaut wird und durch ihre Zusammensetzung den Bedarf des Tieres deckt, gibt demnach keinen Grund für Bedenken. Am Ende zählt die Nährstoffbilanz. Ob eine Schlange z.B. einen exotischen Kleinsäuger aus seinem natürlichen Lebensraum oder eine gezüchtete Ratte erbeutet, macht für die Nährstoffbilanz keinen Unterschied.

„Ein anderes Problem besteht darin, dass manche Tiere (z.B. bestimmte Schlangen) Lebendnahrung gewöhnt sind und sich nicht darauf umstellen lassen, tote Tiere anzunehmen. Das bedeutet für die Mäuse, Küken oder anderen Tiere, die verfüttert werden, erheblichen Stress und einen möglicherweise langsamen, grausamen Tod.“

Alle mir bekannten und für den vom Tierschutzbund immer wieder genannten Laien in der Terraristik relevanten Schlangen lassen sich mehr oder weniger gut an Frostfutter gewöhnen. Die Tiere, bei denen dies nicht der Fall ist (z.B. Giftschlangen) sollten ohnehin dem fortgeschrittenen Terrarianer vorbehalten sein, was aufgrund der hohen Preise dieser Tiere auch der Regelfall ist. Doch auch das Frostfutter wird von Tierschützern kritisiert, da die Herkunft oftmals ungewiss ist und der Verdacht geäußert wird, dass z.B. Nagetiere bei lebendigem Leibe schockgefrostet werden und qualvoll erfrieren. Die meisten Frostfutteranbieter verkaufen ihre Nagetiere hübsch verpackt in Reih und Glied gefrostet. Ich bezweifle ganz stark, dass sich diese Nager während des Frostvorgangs freiwillig in eine solche „stabile Seitenlage“ begeben haben, während sie erfroren. Die genannten Küken, welche als Futtertiere verkauft werden, sind übrigens keine speziellen Zuchttiere, sondern schlichtweg der Überschuss aus der Massentierhaltung an männlichen Küken, die auf diesem Wege wenigstens noch sinnvoll als Futtertier genutzt werden. Das mag zwar nicht so schön sein, ist jedoch nicht der Exotenhaltung zu verschulden, sondern im Gegenteil vielmehr der Haltung von domestizierten Tieren. Davon abgesehen stammt tierisches Katzen- und Hundefutter in der Regel ebenfalls aus nicht bekannter Herkunft und wäre demnach genauso zu kritisieren.

„Viele der verfügbaren Informationen sind erst in den letzten Jahren bekannt geworden“

Die Terraristik mit ihren vielen engagierten Privathaltern hat für diese Erkenntnisse und die Forschung schon immer einen sehr großen Beitrag geleistet. Das Argument ist also widersprüchlich.

„Zwar sind einige Schildkröten beispielsweise durchaus in der Lage, auch den mitteleuropäischen Winter zu überleben, viele Tiere verhungern oder erfrieren aber leidvoll und es kann in jedem Fall zu einer Veränderung der hiesigen Flora und Fauna kommen.“

What? Viele Exoten sterben bei uns nach dem Aussetzen in die Natur, aber es kann in jedem Fall zu einer Faunenverfälschung kommen? Und Russland ist so groß wie Amerika, nur kleiner, während der Nachthimmel über Moskau in einem leuchtenden Blau erstrahlt. Ja nee… is klar. Sorry, aber zu diesem geistigen Dünnschiss fallen mir leider keinerlei sachlichen Argumente ein.

„Mit dem Anstieg der Gesamtanzahl exotischer Haustiere in den Privathaushalten ist die Zahl der Unfälle mit Exoten ebenso angewachsen wie Feuerwehreinsätze zur Rettung entflohener oder ausgesetzter Tiere.“

Das macht natürlich rechnerisch schon einmal Sinn. Ebenso ist die Unfallrate im Winter in den Skigebieten höher, als im Sommer. Doch was bringt uns diese glorreiche Erkenntnis? Interessant ist doch wohl eher, dass die Zahl der Unfälle mit Exoten in keinem Verhältnis zu den Unfällen mit z.B. Hunden, Katzen und Pferden steht, die ebenso von Menschen angeschafft werden, die sich mit diesen Tieren nicht immer 100 % auskennen. Und dass Unfälle zum Leben dazugehören, lässt sich auch nicht abstreiten. Die Wahrscheinlichkeit von einem Sektkorken erschossen zu werden ist in Deutschland übrigens weitaus höher, als von einem giftigen Exoten gebissen oder gestochen zu werden. Die Anzahl der Feuerwehreinsätze aufgrund entflohener und ausgesetzter Exoten steht ebenfalls in keinem Verhältnis zu der Anzahl an Einsätzen, die aufgrund einheimischer Arten wie z.B. der Ringelnatter ausgelöst werden, weil ängstliche Menschen dank solcher Dokumente wie der Grundposition des Tierschutzbundes vor jedem Tier Angst und Panik bekommen, das auch nur annähernd wie eine Schlange aussieht.

„Das Robert-Koch-Institut berichtet, dass bis zu 90 Prozent der Reptilien in Terrarienhaltung mit Salmonellen infiziert sind.“

Diese Angabe vom RKI ist schlichtweg falsch, was ich bereits hier, hier und hier erläutert habe.

„Jeder dritte Salmonellenfall bei Kindern ist auf Reptilien zurückzuführen.“

Diese Aussage ist interessant und wird sogar ausnahmsweise mit einer Quelle belegt: Rabsch W. et al. (2011): Reptilien assoziierte Salmonellen Infektionen in Deutschland, Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie am 31.3. – 2.4.2011 in Leipzig. Studiert man diese Präsentation einmal genauer, kommt man jedoch zu dem ernüchternden Ergebnis, dass diese Aussage vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Es wird ein Überblick von 2001 bis 2009 gegeben, in dem die positiven Rückmeldungen nach Anfrage über Kontakt zu Reptilien im Haushalt im Zusammenhang mit Erkrankungsfällen von Kindern unter 2 Jahren aufgezeigt werden. Ob diese Reptilien jedoch ebenfalls infiziert waren, wurde bei dieser Erhebung nicht weiter untersucht. Es wird lediglich deutlich, dass der Anteil an gehaltenen Reptilien mit den Jahren angestiegen ist und 2009 schließlich in etwa 30 % der Haushalte mit erkrankten Kindern auch Reptilien gehalten wurden. Aber das bestätigt nur eine Aussage des Deutschen Tierschutzbundes: „Insgesamt ist eine Zunahme an exotischen Tieren in deutschen Privathaushalten zu beobachten.“ Mehr aber auch nicht. Hätte ich die betroffenen Haushalte selber angefragt und um Auskunft über das Vorhandensein von Smartphones gebeten, wäre ich in den letzten Jahren sicherlich noch weit über die 30 % hinausgeschossen. Somit behaupte ich jetzt einfach mit der Zunge des Tierschutzbundes, dass sich die Erkrankungen nicht auf den Umgang mit Reptilien, sondern auf den Umgang mit Smartphones zurückführen lassen. Vom wissenschaftlichen Wert sind beide Aussagen jedenfalls identisch wertlos, solange der Verdacht nicht näher untersucht und bestätigt wird. Im Falle der Exotenhaltung wurde dies von PEES et al. getan. Die Autoren kommen dabei auf eine Quote von 7 %, bei denen Salmonelleninfektionen von Kindern tatsächlich auf den Umgang mit Reptilien zurückgeführt werden konnten. Das ist allerdings nicht jedes dritte Kind.

„Als erster Schritt sollte ein Verbot der Haltung von Wildtieren erlassen werden, die dem Menschen aufgrund ihrer Körperkräfte, Gifte oder Verhaltensweisen gefährlich sein können; die eine bestimmte Größe im Laufe ihres Lebens überschreiten (u. a. bestimmte Schildkröten, Schlangen, aber auch Grüner Leguan); die ein bestimmtes Durchschnittslebensalter überschreiten (z.B. Griechische Landschildkröten oder Papageien) und die als besonders heikel gelten aufgrund ihrer hohen Ansprüche an Ernährung, Klimaumgebung oder Sozialstruktur (z.B. Chamäleons).“

Deutliche Worte. Es wird also klar ein Verbot gefordert und keine Besserung der bestehenden Missstände. Verbote sind schließlich auch der leichteste Weg. Von Sachverstand oder auch nur der Bereitschaft das Problem mit langfristig anzupacken, zeugt diese Aussage jedenfalls nicht. Dass der Umgang mit gefährlichen Tieren besser geregelt werden sollte, wird von mir unterstützt. Auch das Vorhandensein einer Sachkunde vor der Anschaffung insbesondere von heiklen Arten, sehe ich als einen Punkt, den man anpacken könnte. Jedoch ein Haltungsverbot von altwerdenden Arten zu fordern, halte ich für unangebracht. Wo soll dieses durchschnittliche Lebensalter liegen? Pferde werden übrigens bis zu 30 Jahre alt und dazu auch noch größer als ein Grüner Leguan. Warum wird einem Exotenhalter der Wille, z.B. einen Leguan für 20 Jahre und mehr zu pflegen, durch die Forderung eines Verbotes abgesprochen, während eine hohe Lebenserwartung und Körpergröße (mit ebenfalls hohem Risiko für den Menschen und sogar der Öffentlichkeit) bei domestizierten Tieren einfach so verschwiegen hingenommen wird? Der Deutsche Tierschutzbund misst offensichtlich mit zweierlei Maß!

„Jede Haltung von weiteren Tieren wildlebender Arten sollte an Voraussetzungen geknüpft sein: von der Zuverlässigkeit des Halters, über Sachkunde, berechtigtes Interesse an der Haltung, Volljährigkeit, Tierhalterhaftpflichtversicherung, Haltungsvorgaben zur Gewährleistung einer sicheren, aber auch art- und verhaltensgerechten Unterbringung bis zur Meldepflicht.“

Sollten nicht alle Tiere einen besonderen Schutz genießen und nicht nur sogenannte Wildtiere und Exoten? Hat ein domestiziertes Tier kein Recht auf artgerechte Haltung und einen sachkundigen Pfleger? Sachkunde und in bestimmten Fällen eine Meldepflicht halte ich jedenfalls grundsätzlich für sinnvoll. Haltungsvorgaben für eine artgerechte Unterbringung sollten sehr gut durchdacht sein. Volljährigkeit halte ich persönlich für kein Kriterium für Verantwortungsbewusstsein. Die geforderte Zuverlässigkeit des Halters klingt zwar auf den ersten Blick vernünftig, würde aber wahrscheinlich auf ein leeres polizeiliches Führungszeugnis hinauslaufen. Wenn also jemand einmal im Straßenverkehr auffällig geworden ist, wird ihm somit direkt die Haltung von Exoten untersagt, obwohl beides in keinerlei Zusammenhang steht. Eine solche Herangehensweise ist zwar unlogisch, wird aber leider schon in einzelnen Bundesländern so betrieben. Dass ein berechtigtes Interesse für die Haltung vorherrschen soll, ist eine schwammige Formulierung, die schlichtweg so nicht stehenbleiben kann. Ich würde mal sagen jeder Mensch hat berechtigtes Interesse daran, sein Recht auf freie Entfaltung (dazu gehört dann auch die Tierhaltung) zu leben. Es würde aber wohl eher darauf hinauslaufen, dass man gegenüber der Behörden Rede und Antwort stehen muss, warum man ausgerechtet ein exotisches Tier und keine domestizierte Art halten möchte.

Nach all den pauschalen Unwahrheiten und Verdrehungen gibt der Tierschutzbund immerhin noch einen Lösungsvorschlag mit auf dem Weg:

„Eine Lösungsmöglichkeit der Problematik und eine Erleichterung der Arbeit der Behörden wäre eine übersichtliche Positivliste von Tierarten, die gehalten bzw. mit denen gehandelt werden darf.“

Die Bezeichnung als „übersichtliche“ Positivliste zeigt ja schon, wohin die Reise gehen soll: Eine Handvoll Exoten wird gestattet, der Großteil der bestehenden und alle neu hinzukommenden Arten in der Zukunft werden verboten. Mit fatalen Konsequenzen für den Arterhalt und dem Verlust hunderter Arbeitsplätze. Die dadurch wegfallenden Steuereinnahmen wird sich der Bund dann bei jedem einzelnen Bürger zurückholen. Kommt der Deutsche Tierschutzbund mit seinen Absichten durch, sehe ich schwarz für die Zukunft… oder sagt man, dass man rot sieht? Oder Schwarz-Rot bzw. Groko? Ist doch alles am Ende eh derselbe Mist…

Gute Nacht!

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