Montag, 29. Februar 2016

EU-Aktionsplan gegen illegalen Artenhandel

Die EU-Kommission hat heute einen Aktionsplan gegen den illegalen Artenhandel innerhalb der EU und weltweit angenommen.  
 
Mithilfe dieses Aktionsplans sollen bestehende Artenschutzregelungen besser umgesetzt werden. Zu diesem Zweck sollen die EU-Mitgliedsstaaten u.a. verpflichtet werden, den Vollzug der EU-Artenschutzverordnung zu prüfen und ggf. anzupassen, beispielsweise indem abschreckende strafrechtliche Sanktionen bei Verstößen gegen geltendes Artenschutzrecht verhängt werden

Angebot und Nachfrage sollen ebenfalls verringert werden, indem bereits bestehende Artenschutzinstrumente wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) genutzt werden. Es ist also damit zu rechnen, dass mittelfristig weitere derzeit noch nicht international geschützte Arten in den CITES-Anhängen aufgenommen werden.

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen Import- und Exportländern gefördert werden. So sind u.a. EU-Finanzhilfen geplant, um die Herkunftsländer beim Kampf gegen illegalen Artenhandel zu unterstützen

Der Aktionsplan, der kommende Woche den EU-Mitgliedsstaaten zur Zustimmung vorgelegt wird, enthält 32 Maßnahmen, die laufend bis 2020 umgesetzt werden sollen. Bis Ende 2016 sollen erste Beschlüsse gegen den Elfenbeinhandel in Kraft treten. Doch auch der illegale Handel mit Reptilien und anderen lebenden Wildtieren steht weiterhin auf der Agenda der EU. Da es sich um Maßnahmen gegen den illegalen Artenhandel handelt, ist dieses Vorgehen zu begrüßen.

Weitere Informationen: EU-Aktionsplan zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels
 

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