Samstag, 13. Juni 2015

Greenpeace und der Pakt mit PETA

Als Terrarianer mit einem recht hohen Stromverbrauch beziehe ich natürlich Öko-Strom (von der Naturstrom AG), weil mir die Konsequenzen für die Umwelt aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes der konventionellen Stromerzeugung bewusst sind. Mir ist es wichtig, dass die Stromerzeugung nachhaltiger gestaltet wird. Viele (Billig-)Stromanbieter und lokale Stadtwerke bieten auch Öko-Strom an, wobei es sich jedoch sehr häufig lediglich um norwegische „Ökostrom“-Zertifikate handelt, die für den deutschen Strom-Mix und den Ausbau von erneuerbaren Energien rein gar nichts leisten. Anbieter für echten Öko-Strom aus Deutschland, bei dem erneuerbare Energien auch noch ausgebaut werden, findet man nicht ganz so viele.

Eine Möglichkeit wäre z.B. „Greenpeace Energy“. Zumindest war es das bis vor kurzem noch für mich. Denn Greenpeace hat einen Pakt geschlossen, der vor lauter Doppelmoral so grausam stinkt, wie es eine frisch geöffnete Packung Sojamilch nicht besser könnte! Denn dieser Öko-Strom-Anbieter bewirbt auf seiner Website inwzischen „Tierleidfreie Energie aus Wasser- und Windkraft“ mit folgenden Worten:
Als Kunde von Greenpeace Energy entscheiden Sie sich für eine Stromversorgung aus sauberen Kraftwerken und geben ein Statement für den Tierschutz ab. Denn mit Ihrem Wechsel verbessern Sie nicht nur Ihre persönliche CO2-Bilanz, Sie unterstützen zugleich die Arbeit von PETA Deutschland e.V., denn 30,- Euro werden beim Wechsel an die Tierrechtsorganisation gespendet.
Dass Strom aus Wasser- und Windkraft prinzipiell mehr individuelles Tierleid erzeugt (geschredderte Fische und Vögel) als z.B. Atomkraft, kann leider nicht von der Hand gewiesen werden. Für mich wiegt das Massensterben aufgrund der Umweltverschmutzung jedoch höher als das individuelle Tierleid der Tiere, die bei dieser Stromerzeugung ums Leben kommen oder schwer verwundet werden. PETA hingegen steht ja dafür, das Leid des einzelnen Individuums bekämpfen zu wollen. Dass dieser Verein nun Öko-Strom bewirbt, zeigt deutlich, dass man für 30 Euro pro Vertragsabschluss ruhig mal wieder seine Prinzipien über Bord werfen kann. Sei es drum, ist halt PETA.

Dass jedoch Greenpeace diesen Verein auch noch mit Spenden unterstützt, zeigt mir, dass dort offenbar ein Überschuss an Geldern vorhanden sein muss. Ein Grund für mich, in Zukunft von Spenden an diesen Verein abzusehen. Schade, ich fand die Arbeit von Greenpeace eigentlich immer ganz gut. Durch den Pakt mit PETA wurde jedoch mein Vertrauen missbraucht. Pfui!
 

1 Kommentar:

  1. Ein Verein, der in seinen Tierheimen in den USA nicht oder schwer vermittelbare Hunde und Katzen töten (seit 1998 über 31.000 Tiere) und selber zugibt, anstatt teurer Tierheimarbeit lieber z. B. gegen die Haltung von Terrarientieren zu kämpfen und die Gefährlichkeit derselben durch sehr dubiose Untersuchungen und falsche Zahlen belegt, hat für mich jedes Recht auf Respekt und Unterstützung verwirkt.

    AntwortenLöschen